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- Reiseinformationen für Südafrika - |
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Allgemeine Reiseinformationen über Südafrika
Ich will ja keine Offensichtlichkeiten ausbreiten, aber den Äquator in Richtung Süden zu überqueren heißt nun einmal, dass Februar plötzlich Sommer bedeutet, die Tiefdruckgebiete sich jetzt im Uhrzeigersinn drehen und Nordhänge nunmehr auf der Sonnenseite liegen. Also was immer ich hier auch geschrieben habe, ist nur richtig, bezogen auf die entsprechende Hemisphäre, auf die ich mich gerade beziehe.. Einreisebestimmungen Visum & COFür Europäer, insbesondere Deutsche, Schweitzer und Österreicher ist die Einreise mit Reisepass möglich. Der Reisepass muss aber noch mindestens 6 Monate (3 Monate über das späteste Ausreisedatum hinaus) gültig sein und eine freie Seite für Visum und Ausreisestempel haben. Das 3 Monatige Touristenvisum erhält man nach der Landung am Zielflughafen. Hierbei ist auch wichtig, dass ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt wird. Haben Sie das nicht, werden Sie nicht in das Land gelassen. Unter Umständen können Sie die Entscheidung mit einer Hinterlegung oder einem anderen Nachweis, die Rückreise antreten zu können, auch abwenden. An der Grenze müssen Sie auch stets ein Zollformular ausfüllen. Die Verfahrensweise an den Grenzen der Nachbarländer ist ähnlich. Einen Nachweis über die beabsichtigte Rückreise brauchen Sie dort aber in der Regel nicht.Jet LagIn Südafrika wird die Uhr nicht umgestellt. Der Zeitunterschied ist immer GMT +2 Stunden. Abgesehend davon, dass es zwar in Namibia eine Zeitumstellung gibt, ist die Zeitdifferenz dort während des Europäischen Winters ebenfalls GMT +2. Stunden.Aus diesem Grunde gibt es schlicht keinen "jet-lag". Direktflüge dauern ungefähr 11 Stunden. TemperaturenBei einem Aufenthalt im Sommer sollte man tagsüber Hitze und angenehmere Temperaturen während der Nacht erwarten. Im Landesinneren bedeutet das ca. 30 °C am Tag. In der Wüste kann das allerdings deutlich mehr sein. In Küstennähe liegen die Temperaturen dagegen eher um die 20 °C. Die Nachttemperaturen schwanken stark. Ein klarer Himmel ist zwar wunderbar zum Sterne beobachten geeignet, aber die Wärme verfliegt. Die Temperaturen können daher in einer Nacht Shorts und T-Shirt zulassen, in einer anderen einen Ski Anzug erfordern. Bringe am besten mehrere, auch wärmere Sachen mit. Ein Wort zur Warnung über die Sonneneinstrahlung. UNTERSCHÄTZE NICHT die Stärke der Sonne hier. Sie bedeutet Hitze und Verbrennungen ohne ausreichenden Schutz, vor allem, wenn man völlig blass aus der Wintersonne Europas hierher kommt. Sonnenhut und Sonnencreme sind das mindeste. Und das Zeug mit LSF 8 oder 16 gleich zuhause lassen. Das bringt es definitiv nicht! NiederschlagIn Namibia ist der Regen unvorhersehbar und selten. In Südafrika ist das etwas komplizierter. Als Faustregel kann man sagen, dass die Kap Provinz (Cape Province) im Winter Regen hat. Die Sommer sind grundsätzlich trocken. Der Norden hat Sommerregen. Europäische Frontensysteme (Warmfront / Kaltfront) gibt es hier aber nicht richtig. Niederschlag gibt es hauptsächlich in Form von Gewittern. Typische Reihenfolge der Geschehnisse in diesem Fall: Blauer Himmel, fluffige weiße Wölkchen, die zu dunklen Ungetümen werden, gefolgt von großen Mengen Regen oder Hagel. Das dauer alles in allem nicht länger als eine Stunde, dann scheint die Sonne wieder. Wenn Du im Regen enden solltest, wirst Du unweigerlich komplett durchnässt werden. Warte bis das Unwetter vorbei ist und stelle Dich einfach hinterher in die Sonne. Du wirst frisch und trocken sein in weniger als 20 Minuten. Gewitter gibt es auch nachts. Das kann dann sehr spektakulär aussehen. Meine Erfahrung zeigt, dass Gewitter häufiger im Dezember und Januar passieren. Selbst fahrenSeinem kolonialen Erbe verdankt Südafrika die Tatsache, dass hier, wie in Großbritannien, auf der linken Seite der Straße gefahren wird. Der Schaltknüppel wird folglich mit der rechten Hand bedient. Es wird links gefahren und rechts überholt. Meist gewöhnt man sich sehr schnell daran. Die Gefahr liegt im erneuten Losfahren, nach einem Stopp, an Ein- und Ausfahrten und beim Abbiegen. Geschwindigkeitsgrenzen liegen bei 60km/h innerorts und 120 km/h auf Schnellstraßen. Die Straßenzeichen entsprechen im Wesentlichen den europäischen. Halteverbotsschilder sind als durchgestrichenes "S" und Parkverbote mit einem durchgestrichenen "P" dargestellt. "B" und "L" stehen für Buss- und Ladezonen. Auch hier darf man weder halten noch parken. Ampel heißen in Südafrika Robots. Südafrika und Namibia haben in den 60igern das metrische System übernommen und so sind Entfernungen in Kilometer angegeben. Die Tankstellendichte in den Großstädten, kleineren Städten sowie an den Hauptrouten ist ausreichend. Zumeist gibt es neben sanitären Anlagen auch einen Shop und Fast Food. Die größeren Stationen sind 24 Stunden geöffnet. Wenn die Tankstelle über eine Werkstatt verfügt, wird sie als "Garage" gekennzeichnet. Tanken ist zumeist Servicedienstleistung, d.h. ein Mitarbeiter nimmt den Schlüssel entgegen und betankt Ihr Kfz. Anderenfalls ist die Tankstelle ausdrücklich mit "Self Service gekennzeichnet". Die Bezahlung ist zumeist bar, an Großen Stationen kann man mit Kreditkarten bezahlen. In jedem Fall erwartet der Tankwart ein geringes Entgelt von 1-2 Rand. Die Straßen in Südafrika sind zumeist in gutem bis sehr gutem Zustand. Die Kennzeichnung der Straßen ist wie folgt:
Yellow Lane / Left lane driving. Es gibt eine ungeschriebene Regel in Südafrika, welche die meisten Touristen etwas verstört. Auf den Landstraßen ist ein relativ breiter Streifen mittels einer gelben Linie abgetrennt. Etwa mit dem in Deutschland üblichen Standstreifen zu vergleichen. Der Streifen ist etwa so breit wie ein PKW, darf aber eigentlich nicht befahren werden. Dennoch ist es verbreitet, dem nachfolgenden Verkehr das Überholen dadurch zu vereinfachen, dass dieser Streifen durch den Vorausfahrenden befahren wird. Das ist die Aufforderung für den Hintermann zu überholen. Als Dank blinkt man mit der Warnblinkanlage und als Überholter blendet man kurz auf. Die Polizei sollte das nicht mitbekommen. Es ist verboten. Viele Fußgänger nutzen die Leftlane um Kilometerweit in andere Orte zu gelangen. Oft gibt es Tote! Parken und Car guides In den Städten aber auch an Touristenplätzen sind zumeist Car guides, also Parkwächter zugegen, welche die Bewachung der Fahrzeuge übernehmen. Teils handelt es sich um tatsächlich ausgebildete und befugte, zum Großteil aber um selbsternannte Sherrifs, die für Ihren Service eine kleine Gegenleistung erwarten. Die Wächter werden aber im Fall der Fälle höchsten die Polizei rufen und haften werden Sie auf keinen Fall. Zahlen sollte man dennoch auf jeden Fall und zwar aus 2 Gründen. Wer auf Autos aufpasst klaut nicht und manche der Guides Arbeiten mit den Dieben zusammen. Wer nicht zahlt, der erhöht also tatsächlich die Chance eines PKW -Einbruchs. Wenn man ausgestiegen ist, verfolgt einen der Linksverkehr weiter. Es gilt jetzt beim Überqueren der Straße anders als sonst zunächst nach rechts und in der Straßenmitte nach links zu schau'n. Die FahrerlaubnisUm als Deutsche in Südafrika/Namibia fahren zu dürfen, benötigt man eine Fahrerlaubnis in englischer Sprache. Dies muss nicht unbedingt ein internationaler Führerschein sein. Der Europäische Kartenführerschein tut es aber nicht, denn der ist für Deutsche in Deutsch! Mann kann zur Not in Südafrika zu einem Übersetzer gehen. Dies muss ein "Sworn Translator" sein. Die Übersetzung ist dann mit vorzuzeigen. Ich empfehle dennoch dringend rechtzeitig in Deutschland einen internationalen Führerschein zu beantragen. Nicht jeder Polizist in Namibia und Südafrika kennt nämlich diese Regelung. "4 Way-Stops"Das Stoppschild wird hier oft auf jeder der Straßen einer Kreuzung angebracht, was man daran erkennt, dass das Stoppschild mit einer "4" oder "4way" gekennzeichent ist. Wie in Deutschland muss man hier anhalten. Anders als in Deutschland, heißt das nicht, dass man hier stehen bleibt, bis die Hauptstraße frei ist. Eine Hauptstraße gibt es dann nämlich nicht. Vielmehr wird in der Reihenfolge des Eintreffens am Stoppschild weitergefahren. Das sollte man wissen, sonst wartet man sich einen Wolf und stößt schnell auf Unverständnis bei den anderen Autofahrern.
Stromversorgung220/230 Volt, wie in Europa. Adapter kann man an den meisten europäischen Flughäfen erhalten. Da viele Geräte mit europäischem Standard im Umlauf sind (z.B. Handy - Ladegeräte), gibt es in den meisten Haushalten entweder Adapter oder Kombisteckdosen. (! Pretoria 240 Volt/Port Elizabeth 250 Volt !) Währung und KaufkraftGesetzliche Währung in Südafrika ist der Rand (R) und Cent als Bruchteil davon. In Namibia ist es der Namibian Dollar (N$). Der Rand wird aber überall akzeptiert und entspricht dem Wert des N$. Man sollte aber nicht versuchen, seine N$ in Südafrika loszuwerden. Das wird in der Regel nicht akzeptiert Das Umtauschverhältnis Rand / Euro ist nicht fix. Im Moment liegt der Kurs bei ca. 7,5:1 (April 2006). Gehe auf: www.x-rates.com/calculator für den aktuellen Kurs.
Dies bedeutet nun nicht, dass alles um den Faktor 8 günstiger wäre. Das ist etwas komplizierter. Alles hängt davon ab, was man wo kauft. Importierte Produkte, wie Designerklamotten und Elektronik sind grundsätzlich ähnlich teuer wie in Europa. Örtliche Waren können günstiger sein, aber es kommt auf die Location an. Wenn Du Geld in touristischen Gegenden ausgibst, die als Zielgruppe europäische Touristen haben, dann wird es keinen großen Preisvorteil geben. Wenn ich diese Gegenden vermied, konnte ich durchaus 2- bis 3mal günstiger leben als im nördlichen Europa. Um das an einem Beispiel (November 2004) zu zeigen:
Das Bankensystem in Südafrika und Namibia ist auf neuestem Stand Es gibt ausreichend Geldautomaten (beinahe flächendeckender als in Europa), das heißt man kann mit einer normalen EC-Karte direkt an sein Geld kommen. Auch Kreditkarten werden häufiger als in Deutschland akzeptiert. Kreditkartenunternehmen buchen meist eine besondere Gebühr für den Auslandseinsatz. Daher ist die EC-Karte vorzuziehen. Das ist auch auf jeden fall bequemer als Travelerschecks oder der Geldumtausch bei der Bank. Öffnungszeiten der Banken sind für gewöhnlich von 09h00 bis 16h30 Montags bis Freitags und von 09h00 bis 13h00 Samstags. Beinahe alle Läden und Restaurants akzeptieren Kreditkarten. VISA und Master Card scheinen am beliebtesten zu sein
Telefon, Handy und InternetTelefonDie Vorwahl für Deutschland ist nicht wie oft geschrieben 0049, sondern 0949. Auf Nummer sicher geht man, wenn man die ersten beiden Ziffern mit einem "+"-Zeichen ersetzt. Südafrika selbst hat als Vorwahl 0027. Es gibt Münz- und Kartentelefone, die alle für das Auslandsgespräch geeignet sind. Notruf: 10111 Polizei; 10177 Unfall; 10111 Feuerwehr Handy / Mobilfunk (Cellphones)Roaming funktioniert einwandfrei. Die Abdeckung ist in der Stadt und auch sonst oft besser als in Deutschland. In ganz einsamen Gebieten, gibt es aber Abdeckungslöcher. Simkarten erhalten Sie inzwischen sogar umsonst, manchmal schon mit 7 Rand Guthaben. InternetDie Kennung der Webseiten aus Südafrika ist: "www.internetseite.co.za", was meines Wissen für co = common wealth und za = Südafrika steht. Es gibt reichlich Internetcaffees. Feiertage*
Krankenhäuser, Versicherungen und GesundheitInformieren Sie sich bei einem lokalen Gesundheitsamt über Impfungen und Gefahren. Gebürtige Südafrikaner geben sich mit solchen Fragen meist selbst nicht ab, außer wenn es ins Lowveld geht, denn da gibt es Malaria. Die Krankenhäuser in Südafrika sind Spitzenklasse, solange man versichert ist. Wasser aus dem Wasserhahn ist sauber. In Namibia schmeckt es aber grausam, da es umständlich aufbereitet wird. Die Leute dort filtern es in der Regel gründlich. ReiseapothekeDie Reiseapotheke für Südfafrika ist recht unspektakulär und falls man längere Aufenthalte in entlegenen Gebieten verzichtet, kann man auch ganz hierauf verzichten. Am sinnvollsten sind wohl:
SprachenSprachen haben hier mehr als in Europa politischen und geschichtlichen Beigeschmack. Nicht umsonst gibt es in Südafrika das wohl einzige Denkmal für eine Sprache. Obwohl Englisch Amtssprache ist, gibt es 13 weitere Sprachen in Südafrika und etwa 27 Sprachen und Dialekte in Namibia. Wer etwas Englisch spricht, sollte keine Probleme haben. Afrikaans ist die wohl wichtigste der weiteren Sprachen. Entstanden aus dem Holländischen, man spricht auch vom Kapholländisch, ist es dem Deutschen sehr ähnlich. Auch wenn es für einen Deutschen ein Problem sein dürfte Afrikaans zu verstehen. Der Afrikaans Sprechende versteht in der Regel den Deutschen. Ich wäre also vorsichtig mit Äußerungen, die abfällig verstanden werden könnten. KriminalitätBesorgt über die Kriminalität in Südafrika? Es kann schon etwas problematisch sein, wenn man noch nicht dort war und insbesondere nicht weiß wo man hingehen kann und wo man besser nicht hingeht bzw. was man tut oder besser bleiben lässt. Ich bin nie bedrängt oder überfallen worden. Warum? Zum einen halte ich mich von gefährlichen Gegenden fern zum anderen weiß ich ganz gut was zu tun ist um sich zu schützen. Und das ist gar nicht so schwer. Eigentlich weiß das wirklich jeder. Kriminalität in Namibia und Südafrika ist grundsätzlich gesprochen kein Problem. Dennoch verfahren Sie am besten nach dem folgenden Grundsatz: "Nehmen Sie nichts mit, was Sie nicht auch dort lassen oder verschenken würden." |
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