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Sprachen in Südafrika, Deutsch, Englisch, Afrikaans + Stammessprachen

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- Sprachen in Südafrika -

Sprachen

Sprachen haben hier in Südafrika mehr als in Europa politischen und geschichtlichen Beigeschmack. Nicht umsonst gibt es in Südafrika das wohl einzige Denkmal für eine Sprache. Obwohl Englisch Amtssprache ist, gibt es 13 weitere Sprachen in Südafrika (27 Sprachen und Dialekte in Namibia).

Europäische Sprachen

Stammes - Sprachen

  • IsiNdebele
  • IsiXhosa
  • IsiZulu
  • SePedi
  • SeSotho
    (Northern Sotho, Southern Sotho)
  • SeTswana
  • SiSwati
  • TsiVenda
  • XiTsonga

Englisch

Wer etwas Englisch spricht, sollte keine Probleme haben. Das Englisch, das in Südafrika gesprochen wird, ist erstaunlich klar und weist relativ wenige Merkwürdigkeiten auf. Als Beispiel sein nur die Ampel erwähnt. Statt des englischen "traffic lights" wird diese in Südafrika "robot" genannt.

 

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Sprachen in Südafrika - Mutter mit Kind in Afrika

Afrikaans

Afrikaans ist die wohl wichtigste der weiteren Sprachen in Südafrika. Entstanden aus dem Holländischen, man spricht auch vom Kapholländisch, ist es dem Deutschen sehr ähnlich. Auch wenn es für einen Deutschen ein Problem sein dürfte Afrikaans zu verstehen. Der Afrikaans Sprechende versteht in der Regel den Deutschen. Man sollte also gerade als Deutscher in Südafrika vorsichtig mit allen Äußerungen sein , die abfällig verstanden werden könnten.

Grundkenntnisse in Afrikaans sind für Deutsche extrem einfach zu erwerben. Man fühlt sich an (und das meine ich gar nicht abwertend) an Babysprache erinnert.

So kommen die Afrikaans - Sprecher mit 3 Fällen, einer Handvoll Personalpronomen und ohne jegliche Verbbeugung aus. Viele Wörter sind dem Deutschen ähnlich, oft aber mit einer Sinnverschiebung.

Beispiel:

Ek is jammer!

Dass "Ek"=Ich und "is"=ist bedeuten, ist sofort klar. Jammern verbinden wir mit Wimmern und Winseln. Der Afrikaans-Sprecher meint nun aber nicht "Ich wimmere." sondern "Es tut mir leid.". Wie niedlich :)

Das größte Problem für den Deutsch - Sprecher ist die daraus resultierende Sprechgeschwindigkeit und damit eine Schwierigkeit dem Gegenüber zu folgen. Außerderm ist es für Deutsche sehr ungewohnt die Doppelvokale und die Lautverscheibungen in den meisten Vokalen zu sprechen.

Mit einem geringen Aufwand kann man binnen 3 Monaten locker einfache Unterhaltungen führen.

Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass man nun zumeist auch Niederländisch versteht.

Einen online - Afrikaanskurs (englisch) finden Sie hier www.afrikaans.us

 

Deutsch

Auch eine deutsche Minderheit gibt es in Südafrika. Insbesondere in Kapstadt, der ehemaligen Kapkolonie, nahe Pretoria gibt es ganze deutsche Gemeinden und deutsche Schulen.

Folgende Deutschen Einwanderergruppen lassen sich entsprechend den Einwanderungswellen grob unterscheiden:

  • Erste deutsche Einwanderer in der Kapkolonie, sog. "Kapse Vlakte" (Kap-ebene)
    (Gemüsebauern aus der Lüneburger Heide, meist überzeugte Lutheraner)
  • Nataler Deutsche
    ("Natal Cotton Company" suchte und fand in Bramsche, im Osnabrücker Land, eine Gruppe Leute, meist überzeugte Lutheraner, die bereit waren nach Natal auszuwandern, um dort Baumwolle anzupflanzen.
    Die Kolonisten ließen sich in Neu Deutschland, Westville, nahe Port Natal (heute Durban) nieder. Der Versuch Baumwolle anzupflanzen, scheiterte und ersatzweise wurde Gemüse in die wachsende Stadt Durban geliefert. Deutsche Siedlungen entstanden auch in Pietermaritzburg und in Neu Hannover. )
  • Kaffraria Deutsche
  • Phillipi Deutsche
  • Einzelne Einwanderer des 19. Jahrhundert

Dazu kommt ein nicht unerheblicher deutscher Einfluss durch Missionsarbeit. Folgende deutsche Missionsgesellschaften sind während des 19. und 20. Jahrhunderts im südlichen Afrika vertreten gewesen:

  • Berliner Mission
  • Hermannsburger Mission
  • Herrnhuter Mission
  • Rheinische Mission
  • Deutsche Katholische Mission
  • Schweizer Reformierte Mission

Das Deutsch, das in Südafrika gesprochen wird, weicht vom heutigen Deutsch, wie es in Deutschland gesprochen wird, zum Teil erheblich ab. Der Grund liegt in der Wurzel, der Dialekte und der zeitlichen Verhaftung durch die Abkapselung.

So bildet zum Beispiel das Plattdeutsch der Lüneburger Heide, wie es um 1840 gesprochen wurde, die Basis des Natal-Deutschen. Entsprechend wird das "R" gerollt, das "L" abgerundet. Der Dativ fehlt.

Im Übrigen entspricht die Grammatik dem Deutschen, die Worte selbst werden aber zum Teil mit englischen oder stammessprachlichen Äquivalenten ersetzt.

 

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